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Sulzburg, 09.02.2004
Hallo verehrte Freunde Ungarns,
wir haben drei sehr interessante Buchtipps über Ungarn gefunden. Wir kennen inzwischen
alle drei Autoren (leider weilt Siegfried Brachfeld seit seinem Freitod 1978) nicht mehr unter
den Lebenden. Seine satirische Feder über die Fehler der Ungarn hat aber nichts von ihrer
Bedeutung verloren.
 Alle drei Bücher können wir mit gutem Gewissen jedem, der einen Touch Beziehungen zu Ungarn hat, wärmstens empfehlen.
Warum ist die Krone schief?
Ungarn-Glossen von Siegfried Brachfeld
170 Seiten, Hartdeckeleinband mit Schutzumschlag
Mit diesem vierten Buchprojekt "Warum ist die Krone schief?" stellt der PESTER LLOYD VERLAG einen Autor vor, der in den 70er Jahren zu den bekanntesten zweisprachigen Kabarettisten und Satirikern Ungarns gehörte. Die Montagabendprogramme im Budapester Rundfunks, in denen Siegfried Brachfeld gemeinsam mit Sándor Novobáczky regelmäßig mit freundlich-kritischen Sketschen und Kabarett-Texten an die Öffentlichkeit traten, gehörten zu den beliebtesten Sendungen des Landes. Mütterlicherseits ist er deutscher Abstammung, hat in Berlin Germanistik studiert und dort auch promoviert. Brachfeld lebte bis zu seinem Freitod im Jahre 1978 in Ungarn und war dort auch mit einer Ungarin verheiratet. Er verfügt über einen heiteren und eleganten Stil, über einen hintergründigen Humor und über einen scharfen Blick für das Typische an Land und Leuten. Für diese Ausgabe sind Glossen ausgewählt worden, die in den 60er und 70er Jahren bereits in anderen Publikationen - darunter in der Budapester Rundschau - erschienen, aber seit Jahren vergriffen sind. Darüber hinaus stellte uns die Witwe des Autors, Anna Brachfeld, unveröffentlichte Manuskripte zur Verfügung, die erstmals innerhalb der vier Kapitel dieses Buches erscheinen. Die beiden Vorworte stammen vom ehemaligen Mitarbeiter des PESTER LLOYD und ersten Kulturminister Ungarns, Dezsõ Keresztury, sowie vom Herausgeber und Chefredakteur des PESTER LLOYD, der deutschsprachigen Zeitung Ungarns, Gotthard B. Schicker. Das "letzte Wort" zu "seinem" Buch hat der Autoren selbst verfasst.
Ungarn-Glossen von Siegfried Brachfeld
Pester Lloyd Verlag Budapest, 2003
170 Seiten, Hartdeckeleinband
ISBN 963 210 702 0
Preis: 3.000,- Forint (zzgl. Versand)
Träume deutsch -
mit ungarischen Untertiteln
Prof. Georg Kövary - Kaffeehaus-Geschichten
Georg Kövary alias Eric Corda wurde am 21. Februar 1922 in Budapest - wahrscheinlich schon zweisprachig - geboren, hat in Ungarn und in Berlin gelebt, geliebt, geschrieben und ist 1956 unwiederbringlich nach Wien abgehauen. Davor und danach hat er, hier wie dort, hauptsächlich in Kaffeehäusern herumgesessen, die nach eigenem Eingeständnis schon immer ein essentieller Teil seines Lebens waren, sein zweites Zuhause - obwohl er schon als Dreikäsehoch zum ersten Mal von einem renommierten Kaffeehaus mit Lokalverbot belegt wurde. In diesen letzten Refugien der k.u.k.-Zeit hat Kövary viele seiner Werke geschrieben, viele bekannte oder durch ihn bekannt gewordene Persönlichkeiten getroffen sowie über Gott, die Welt und über sich schreibend nachgedacht. Seine biographischen Notizen, die nun als Kaffeehaus-Geschichten in diesem Büchlein vorliegen, sind somit eine Art Melange eines auf wunderbare Weise aufregenden Lebens, um das ihn so mancher beneiden dürfte. Da er seine Lebensgeschichte auf den folgenden Seiten in kleinen Geschichten selbst erzählen wird, wollen wir uns biographische Daten über den Dichter, Journalisten, Kinderbuch-, Hörspiel-, Drehbuchautor, Musicallibrettisten und Feuilletonisten, den Romancier, Filmdramaturgen und Theaterstückeschreiber, Übersetzer, Kabarett-Texte-Verfasser, Conférencier, Kinonarren, Jazzfan, Hobbyschauspieler, Theater- und Konzertmanager, Musikliebhaber... - und PESTER-LLOYD-Autor Prof. Kövary ersparen. Erinnern will ich lediglich an den "Literaischen Selbstmordversuch", den er mit seinem Bestseller "Ein Ungar kommt selten allein" in gekonnt satirischer Weise an seinem Volk und an sich selbst verübte. Nun, er hat auch diesen - mittlerweile in der 7. Auflage und inzwischen auch auf Ungarisch - lachend überlebt. Denn ein Überlebenskünstler ist der Künstler Kövary sowieso. Sein Humor ist ansteckend und unverwüstlich, wie er selbst. Als er uns vor ein paar Wochen wieder einmal in der Redaktion besuchte, fragte ich unseren zweisprachigen Autor beim heiteren Abschiednehmen, "Sag mal, Georg, träumst du eigentlich immer noch Deutsch?", da meinte er: "Ja, aber mit ungarischen Untertiteln". Einen besseren Titel konnte er uns zu seinem Buch wahrlich nicht schenken...
Gotthard B. Schicker
"Träume deutsch - mit ungarischen Untertiteln"
Georg Kövary
Kaffeehaus-Geschichten
Pester Lloyd Verlag, Budapest, 2002.
250 Seiten, Hartdeckeleinband
ISBN 963 009529-7
Preis: 2.500,- Forint
Melancholie des Markknochens
Robin Food´s gastrosophische Reisen durch das Land der Magyaren
Der erste deutschsprachige Restaurantführer Ungarns
Der PESTER LLOYD VERLAG, der auch die deutschsprachige Zeitung Ungarns herausgibt, hat den ersten Gastronomieführer des Landes in deutscher Sprache verlegt. Es handelt sich dabei um subjektive Eindrücke der Autoren, die seit 1994 im Ungarnlande unterwegs sind, um für die Leserschaft des PESTER LLOYD landesweit 99 Restaurants zu entdecken und zu empfehlen.Die Texte sind teils liebevoll und wohlwollend, aber auch kritisch und ironisch geschrieben. Es werden keine Sterne, Hauben oder Kochlöffel vergeben, dafür gibt es aber interessante Einblicke in die hiesige Gastronomie und deren überwiegend positive Entwicklung. Natürlich sparen die Autoren auch nicht mit ein paar sarkastischen Tipps, wie man sich z.B. in ungarischen Restaurants als Gast verhalten sollte. Andererseits werden dem Restaurantpersonal in humorvoller Weise Empfehlungen verabreicht, wie sie durch einen mitunter recht eigentümlichen Service ihre Lokale noch gastfreier gestalten können. In vielen der Restaurant-Kritiken wird der Leser seine Erfahrungen mit der hiesigen Gastronomie sicherlich wiederentdecken. Geschrieben wurde das Buch aber vor allen Dingen, um das zarte Pflänzchen Restaurantkultur in Ungarn weiter zu pflegen und zu hegen sowie von allerlei Wildwuchs und eigenartigen Trieben zu befreien. Darüber hinaus ist das Buch auch eine kurzweilige und unterhaltsame, genießerische Landeskunde mit vielen praktischen Tipps, Hinweisen und Empfehlungen von hier ansässigen deutschsprachigen Zungen, geschrieben für Entdeckungsreisende durch die Höhen und Tiefen der ungarischen Gastronomie.
Melancholie des Markknochens
Robin Food's gastrosophische Reisen durch das Land der Magyaren
Der erste deutschsprachige Restaurantführer Ungarns
Pester Lloyd Verlag Budapest, 2002
250 Seiten, Hartdeckeleinband
ISBN 963-8116-4
Preis: 4.500 Forint
Alle Empfehlungen konnten wir freundlicher Genehmigung des Pesterlloyd-Verlags in Budapest
übernehmen.
www.pesterlloyd.net
Mit freundlichen Grüßen
ihr
Übersetzungsbüro Rózsa Schräpler
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